Die roten Streifen der kleinen Jade

Die Kleinen sind jetzt 21 Tage alt. Jetzt sieht man ganz deutlich diese rötlichen „White Jade-Streifen“ am Häuschen.
Die Weiße war die Erste, die geschlüpft ist und ist jetzt auch die Größte der Babyschnecken.
Meinem Arbeitskollegen hatte ich ja das gesamte Gelege mit ca 250 Eiern gegeben, die fast alle geschlüpft sind. Er hat sich letztendlich 7 White Jade ausgesucht, die er behalten will, alle anderen wurden … hm. Naja geht ja leider nicht anders, auch ich muss zukünftig kleine übersehene Schnecken auf eine letzte Reise nach Sibirien schicken. 😦

Mich bedrückt das „Entsorgen“ von lebenden Tieren sehr.
Das Frosten von kleinen gesunden Schnecken ist für mich auch ein schwieriges Thema.
Manche sagen, mit kochenden Wasser überbrühen, wäre die beste und schnellste Lösung.
Andere sagen, frosten wäre „schonender“, da der Schneckenkörper nicht versucht, der Kälte entgegen zu wirken, sondern angeblich würde sie einfach einschlafen, da ab einem gewissen Kältegrad die Organe nicht mehr arbeiten.
Irgendwie ist es furchtbar, überhaupt solche Gedanken haben zu müssen, … wie – am besten …!
Ich möchte ihnen ja ein schönes Leben ermöglichen, soweit es halt in Gefangenschaft auch geht.
Aber das Eine funktioniert nicht, ohne das Andere. Nicht bei Schnecken.
Manchmal fühle ich direkt Angst, dass ich wieder eine Übersehene finden könnte, in der Babybox sind jetzt wirklich mehr, als ich je wollte. Ich muss ja auch daran denken, dass sie keine Babys bleiben und dann auch ihren angemessenen Platz benötigen.
Trotzdem ist es total schön und auch spannend, die Entwicklung mitzuerleben, so wie es bei diesem „Wurf“ hier jetzt war. Ich habe die Paarung gesehen, dann die Eier gefunden, sogar am Tag des Schlupfes konnte ich Fotos machen.
Und jetzt wuseln genau diese Babys in der Box herum … ja auch wenn es „nur“ Schnecken sind, ich habe eine besondere Beziehung zu ihnen. 🙂
Hahaha, wer mich nicht persönlich kennt, denk ich bin verrückt. Wer mich aber kennt, weiß – dass ich halt so bin und wundert sich nicht sonderlich. 🙂
Zumindest wird keine Schnecke gefrostet (schon alleine dieses Wort …) über die hier berichtet wird, solange sie nicht totkrank ist, dann würde ich es eher als eine Erlösung sehen.
Komischer Tag heute, mit komischen Gedanken.

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4 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Anonymous
    Apr 24, 2012 @ 11:52:00

    Sie sehen echt zu süß aus.
    Karin haste den Bericht im Galileo gesehen über die Schnecken die sind ganz schön weit gefahren, die hätten auch zu dir fahren können.
    Karin H.

    Antwort

  2. Karin
    Apr 26, 2012 @ 19:34:09

    Hi Karin,
    ja sie sehen wirklich aus wie kleine Kinderschnecken 🙂

    Den Bericht habe ich auch gesehen, aber ich war enttäuscht.
    Ein bisschen mehr hätte man schon zeigen können.
    Also ich hätte die Galileo-Leute zu dir geschickt, denn du kannst ja verschiedene Arten zeigen, ich habe ja nur Fulicas.
    Wir machen mal selber eine Doku … hihi

    Antwort

  3. nefycee
    Mai 05, 2012 @ 05:38:14

    Ich bin ja nicht so überzeugt davon das überbrühen schnell genug geht. Also wenn ich mal von uns Menschen ausgehe ist dann sterben wir ja in beiden Fällen nicht plötzlich am Schock.
    Während wir beim erfrieren zuerst noch müde werden und dann einschlafen gibt es beim verbrennen, und verbrühen ist ja nichts anderes, noch den Moment der Schmerzen.
    Wenn ich das bei Futtertieren für die Ameisen zB sehe, die zucken auch noch in dem Moment des Kontakts zusammen. Je nach größe ist sogar wärend des „Vorgangs“ noch Bewegung zu erkennen. Manche sagen das sei nur der Muskel der eben gekocht wird. Und es geht abgeblich zu schnell um es noch zu erfassen.
    Ich glaube aber diese „Weisheit“ ist einfach nur von Köchen übernommen die ihre Hummer Zubereitung schön reden.
    Was für trübe Gedanken an einem Samstag 😀

    Antwort

    • Karin
      Mai 05, 2012 @ 20:25:13

      So denke ich auch Heine.
      Wobei es aber auch ziemlich schlimm ist, solange zu frieren, bis man müde wird.
      Ohmann ich weiß es nicht 😦

      Meine Eltern hatten eine Gaststätte, in der es auch Karpfen gab.
      Selbst als sie halbiert waren und paniert wurden, haben noch Muskeln gezuckt.
      Das hat mich als Kind so angewidert, dass ich bis heute keinen Karpfen mehr gegessen habe.

      Ja ich glaube auch, dass das „Weisheiten“ sind.
      Hummer, Schnecken usw. reagieren ja sofort auf Berührung, also haben sie auch sehr empfindliche Nerven. Und Nerven übertragen Schmerz.

      Ja … trübe Gedanken, aber wie schlimm wären wir, wenn wir nicht überlegen würden, auch wenn wir solche Dinge tun „müssen“.
      Und zu allem Übel hat es heute furchtbar geknackt, als ich in den Garten gelaufen bin … jeder weiß was das heißt.

      Antwort

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